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Dick Dale wird 75 Jahre alt   // 04.05.2012

Am 04. Mai 1937 wurde Dick Dale geboren. Der „King Of Surf Rock“ beeinflusste mit seiner experimentellen Spielweise Gitarristen wie Eddie Van Halen und Jimi Hendrix und gilt wegen seines wilden und lautstarken Sounds als Wegbereiter des Heavy Metal.

Als Sohn eines Libanesen und einer Polin war der als Richard Monsour geborene Dick Dale einer der ersten, der osteuropäische und orientalische Elemente in die amerikanische Popmusik einfließen ließ. Er war einer der ersten, der seine Gitarre mit Halleffekten verfremdete. Und er entwickelte in Zusammenarbeit mit der Firma Fender in den 60ern einen Verstärker, der es ihm erlaubte, in bis dato nicht gehörter Lautstärke zu spielen. Aber damit nicht genug: Mit seiner hochgeschwindigen Staccato-Spielweise kreierte er eine neuen Gitarrensound, der Musiker wie Eddie Van Halen oder Jimi Hendrix maßgeblich beeinflusste – und das, ohne jemals Gitarrenunterricht genommen zu haben.

Als er mit seiner Familie Mitte der 50er von Massachusetts nach Kalifornien zog, begann der Autodidakt Dale als Country-Sänger in kleineren Clubs aufzutreten. Und er begann zu surfen. Bald versuchte Dale, das Gefühl des Surfens und den Klang des Meeres musikalisch auszudrücken und erfand sein eigenes Genre: den Surf Rock. Nicht nur seine Surferfreunde waren begeistert von dem neuen Sound und so wurde Surf Rock bald zu einem nationalen Phänomen. 1961 kamen jedes Wochenende bis zu 3000 Personen zu den von Dale veranstalteten „Surfer Dances“. Das Debütalbum „Surfer's Choice“ von Dick Dale und seiner Band, den Del-Tones, war in den USA ein großer Erfolg und bald adaptierten Band wie die Beach Boys oder Jan & Dean den Surfrock-Sound.

1966 wurde bei Dale Darmkrebs diagnostiziert und er zog sich einige Zeit aus der Musikbranche zurück. Nach einer erfolgreichen Therapie widmete sich Dale einem Leben abseits der Musik: Er wurde passionierter Kampfsportler, machte eine Pilotenausbildung und engagierte sich als Umwelt- und Tierschutzaktivist. Erst Ende der 80er-Jahre wandte sich Dale wieder der Musik zu und erlebte 1994 dank Quentin Tarantino einen zweiten Karrierefrühling: Der Filmemacher verwendete Dales Song „Misirlou“ in der Eröffnungsszene von „Pulp Fiction“ und verhalf ihm so zu neuer Berühmtheit.


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