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Digitale Musikformate sind heutzutage einfach eine Selbstverständlichkeit.
Wir sitzen in der Straßenbahn oder joggen durch den Wald und hören dabei Musik über Geräte in kleinsten Abmessungen.
Dabei haben wir direkten und schnellen Zugriff auf eine Vielzahl an Alben unterschiedlichster Künstler und können selbst abwägen was uns persönlich wichtiger ist: Qualität oder Speicherplatz.


Ein vor einigen Jahren noch undenkbares Szenario. Musik findet heute überall Platz und somit überall statt: Wir hören Musik über Mobiltelefone, tragbare oder stationäre Player und/oder streamen über den Rechner, von Festplatten oder aus dem Internet. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten und Kombinationen und die technische Weiterentwicklung ist noch längst nicht am Ende.


Sehen Sie hier einen Film über die Anwendung des PP3 Digital. | © 2009 DIGITAL-ROOM
Sehen Sie hier einen Film über die Anwendung des PP3 Digital. | © 2009 DIGITAL-ROOM


Möglich wird dieser flexible Umgang allerdings erst durch die Verwendung bzw. Speicherung von Musik in Form digitaler Formate wie beispielsweise MP3 oder WAV. Aber was ist "digital"? Digital (v.lat. digitus, "Finger") bezeichnet die Beschreibung eines ursprünglich analogen Wertes in Form von binären Zahlen, also Nullen und Einsen.

Zur Erklärung was ein "analoger Wert" ist, könnte man zum Beispiel einen Blick auf die Funktionsweise einer Schallplatte werfen: Die Wände der Schallplattenrille verlaufen entsprechend der Frequenz und Amplitude des ursprünglich aufgezeichneten Schalls, sie verhalten sich wie auch im Sprachgebrauch korrekt: analog.

Wichtig ist hierbei, dass alle zur Übertragung der musikalischen Information relevanten Parameter stufenlos übertragen werden. Man spricht hierbei von einem wert- und zeitkontinuierlichen Signal. Ein digitales Signal hingegen ist wert- und zeitdiskret, verläuft in Stufen und beschreibt lediglich ein vormals analoges Signal bzw. dessen Verlauf.

In der A/D-Wandlung, also in der Übersetzung von analog zu digital wird das analoge Signal in definierten Abständen abgetastet und die resultierenden Messpunkte spiegeln dann die analoge Signalform wider.


Die graue Line stellt das stufenlose, analoge Signal dar. In Abstufungen zeigt das rote, digitale Signal, ob das ursprüngliche Signal in seinem Verkauf gestiegen oder gefallen ist. Diese Information lässt sich in binären Zahlen ausdrücken. So könnte zum Beispiel '1' einen Anstieg, '0' einen abfallenden Verlauf bedeuten.
Die graue Line stellt das stufenlose, analoge Signal dar.
In Abstufungen zeigt das rote, digitale Signal, ob das ursprüngliche Signal in seinem Verkauf gestiegen oder gefallen ist. Diese Information lässt sich in binären Zahlen ausdrücken. So könnte zum Beispiel "1" einen Anstieg, "0" einen abfallenden Verlauf bedeuten.


Eventuell haben Sie im Zusammenhang mit einer Audio-CD schon einmal von der Angabe 44,1 Khz gehört. Diese Angabe ist hierbei ein Hinweis auf die besagte Abtastung der horizontalen Achse, also dem zeitlichen Verlauf (t) des Signals. So wird das ursprüngliche analoge Material in digitaler Form auf der CD in seinem zeitlichen Verlauf durch 44.100 Messpunkte pro Sekunde beschrieben.
Natürlich gibt es auch eine Rasterung für die vertikale Achse, also den Pegel des Signals, hier geschieht die Einteilung in Bit.

Das digital beschriebene Signal kann im Vergleich zu seiner analogen Vorlage platzsparend gespeichert, verlustfrei kopiert und weniger störanfällig übertragen werden. Die Höhe der Auflösung entscheidet letztlich wie genau ein Signal in den Parametern Amplitude und Frequenz beschrieben wird. Je höher die Auflösung, desto höher die Anzahl der beschriebenen Punkte, desto höher die Datenmenge und der Bedarf an Speicherplatz.

Unabhängig zu diesen zwangsläufig vereinfacht dargestellten Zusammenhängen ist naheliegend, dass die Übersetzung von analogen, gespeicherten Medien auch mit sehr guten Ergebnissen von zu Hause aus getätigt werden kann! Somit ist es kein Problem, sich beim nächsten Joggen von einer eigentlich vergessenen Langspielplatte musikalisch begleiten zu lassen. Die Songs müssen weder erneut digital erworben, noch auf illegalem Weg in meist miserabler Qualität "besorgt" werden.

So verfügt beispielsweise das NAD Phonomodul PP 3 Digital oder auch der Chordette Dual über einen hochwertigen A/D-Wandler zum Digitalisieren von analogem Material. Eine USB-Schnittstelle ermöglich zudem den Anschluss an einen Rechner und somit die Aufnahme eines gewandelten, digitalen Signals.
Phono-Vorverstärker PP 3 Digital
Phono-Vorverstärker PP 3 Digital

Die Aufzeichnung ist hierbei stets ein unverzichtbarer Schritt, denn die Verrechnung von Spannungs- zu Zahlenwert funktioniert nur linear und in Echtzeit, zumal der erfolgte digitale Mitschnitt nachträglich am Rechner bearbeitet und konvertiert werden kann. Unter Verwendung einer professionelle Software können sogar gezielt typische Schallplattengeräusche wie Knistern entfernt werden, dank eines zusätzlichen Hochpegeleingangs kann auch ein Tapedeck an den PP 3 Digital angeschlossen werden, einer Digitalisierung von Audiokassetten steht dann nichts mehr im Weg.

Konvertierungs-, Archivierungs- und Recordingtools finden sich in durchaus guter Qualität und zum Teil kostenfrei im Internet, dem PP 3 Digital liegt mit "VinylStudio" sogar eine eigene Software bei. Die aktuelle und somit stets empfohlene Version finden Sie kostenfrei zum Download auf der Seite des Herstellers unter www.alpinesoft.co.uk.

Da Vinylstudio nur in englischer Sprache erhältlich ist, finden Sie unten zwei der wichtigsten Screenshots mit ergänzenden Kommentaren.
Professionelle Software wie beispielsweise Steinberg Wavelab erhalten Sie bereits für unter 100 Euro im Fachhandel oder im Internet. Als kostenfreie (deutschsprachige) und plattformübergreifende Alternative empfiehlt NAD auch Audacity.

Mit Sicherheit bedarf es einigen Testläufen bis alle Abspiel-, Einstellungs- und Speicheroptionen optimal gewählt sind, aber bestimmt werden Sie Spaß an den selbst gewandelten Stücken haben.
Genießen Sie Ihre persönlichen Klassiker im Gewand eines ungewohnten Komforts. Archivieren, Restaurieren, Streamen, Kopieren und vor allen Dingen: Hören Sie.

Viel Spass!

Abb.:1 Einstellen des PP 3-Treibers Abb.:1 Einstellen des PP 3-Treibers

Abb.:2 Konfiguration der Audio-Wiedergabe Abb.:2 Konfiguration der Audio-Wiedergabe


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